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Augenblick zum 06.09.2020

Augenblick zum 06.09.2020
Augenblick zum 06.09.2020

Lesung aus dem Römerbrief 13,8-10

Schwestern und Brüder!
Niemandem bleibt etwas schuldig, außer der gegenseitigen Liebe! Wer den andern liebt, hat das Gesetz erfüllt.
Denn die Gebote: Du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren! Und alle anderen Gebote sind in dem einen Satz zusammengefasst:

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. Also ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes.


AUGENBLICK

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

„Nur die Liebe zählt!“ Das ist die Botschaft dieses Sonntags. Die Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer (Röm 13,8-10) lenkt unseren Blick auf das Wesentliche. Paulus fasst die sittliche Weisung Jesu zusammen; er gibt uns eine vom Herrn selber stammende praktische Regel, anhand welcher wir unser Leben ordnen können und sollen. Vorausgesetzt wird das Gebot der Gottesliebe: „Du sollst Gott lieben aus ganzem Herzen, aus ganzer Seele und mit all deinen Kräften und Gedanken!“ (vgl. Mt 22,27; Mk 12,30; Lk 10,27) Doch die Kurzformel für unser Verhältnis zum Mitmenschen lautet: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Wer sich daran hält, tut dem Mitmenschen nichts Böses an, sondern erweist ihm Gutes. Insofern sind alle anderen Gebote darin zusammengefasst, wie Paulus schreibt. Zweifellos gibt es Eigenschaften, die uns an anderen Menschen stören, weshalb gesagt werden kann, dass es nicht immer einfach ist, andere Menschen zu lieben. Das ist aber nicht unmöglich. Wir sollten nur versuchen, dies zu tun, weil Gott uns zuerst in seinem Sohn Jesus Christus geliebt hat. Liebe ist wirklich ein Geschenk Gottes, das wir umsonst bekommen haben und das wir auch umsonst weitergeben sollten. Egal wie schwer es auch sein mag, nutzen wir den Anlass der Botschaft in dieser Woche, um noch einmal über dieses Thema der Liebe nachzudenken. Die heilige Jungfrau und Gottesmutter Maria hat uns das vollkommene Beispiel der Liebe und Hingabe an Gott und die Menschen gegeben. Ihr unbeflecktes Herz wendet sich vom Himmel aus allen Menschen zu, die in Not sind. Auch wir dürfen uns ihrer Fürbitte anvertrauen, damit wir zu wahrhaft liebenden Menschen werden, welche die großen Taten Gottes verkünden! Amen.

Eine schöne Woche und Gottes Segen!

Ihr Pfr. Joseph Anumnu

Pfarrer Joseph Chidi Anumnu
Altenheimseelsorger
Eichwaldstraße 4160385Frankfurt am main
Tel.:069 / 40 56 588 25